Über mich

Hallo ihr Lieben!

Ich bin Rebekka, der kreative Kopf hinter Scrappy Road. Jahrgang ’92, die erste Hälfte der Kindheit im Ruhrgebiet aufgewachsen, die zweite Hälfte dann in Ostfriesland. Seit dem bin ich schon ein wenig durch die Welt gezogen: mit 16 ein Austauschjahr in Ohio, im Studium später ein Semester in Kansas und ein Jahr als Auszeit vom Studium Arbeit auf Mallorca. Das Fernweh ist tief in mir verwurzelt und wird mich hoffentlich noch in die spannendsten Ecken der Welt führen. Ich bin immer neugierig, möchte alles entdecken und bin dafür bekannt, mich tagelang in tiefe Recherchegräben zu stürzen.

In meinem Anglistik- und Germanistikstudium – nein, nicht auf Lehramt! – war ich daher perfekt aufgehoben, denn das Feld bot sich nicht nur für unendliche Lesemarathons an, in denen ich mir fremde Welten entdeckte, sondern erlaubte auch die ein oder andere Zeitreise in vergangene Epochen. Wie ihr merkt, bin ich ein Bücherwurm, mit einer Vorliebe für Klassiker, antike Mythen, und Literatur, die stumm gemachten Figuren der Vergangenheit und Gegenwart ihre Stimme zurückgibt. Meine aktuellste Literatur-Faszination: Figuren, die in ihrer (Hand-)Arbeit unkonventionelle Botschaften verstecken.

Es ist mein Traum, mich irgendwann einmal Autorin nennen zu können. Geschichten geschrieben habe ich schon in der Grundschule – bei meiner Oma steht noch heute eines dieser Schreiblernhefte mit großer Lineatur, in dem sich die Abenteuer eines kleinen Teddybären nachlesen lassen. Heute widme ich mich neben dem Nähen immer mehr dem Schreiben und werde euch sicherlich auch daran zwischendurch mal teilhaben lassen!

Meine andere kreative Seite kommt beim Quilten zum Vorschein. Die Faszination, kaleidoskop-artige kleine Kunstwerke aus Stofffetzen zu nähen, hat mich fest im Griff.

Die Kreativität wurde mir schon in die geerbte Weidenkorbwiege gelegt. Sobald ich die ersten Wachsmalstiftstummel festhalten und meine kleinen Fingerchen in Fensterfarbe tupfen konnte, wurde in bester abstrakter Manier drauflosgemalt. Schnell wurde klar, ich bin Linkshänderin, sehr zum Ärgernis meiner Mutter und Oma, die mir all ihre Handarbeitskenntnisse spiegelverkehrt beibringen mussten! Dass meine jüngere Schwester sich dann wieder als Rechtshänderin entpuppte, machte die Bastelstunden mit uns sicher nicht einfacher, dafür aber bestimmt sehr diplomatisch. Nach ein paar übernatürlichen Fingerverrenkungen und einer ganzen Menge qualifizierten Nachfragen à la “Hä?” haben wir’s am Ende dann fast immer hinbekommen – nur den Strickunterricht hat Omi nach mehrfacher Wiederaufnahme der Lehreinheiten fallengelassen. Fortan haben meine Schwester und ich jedes Jahr mit einem ausgeprägten Sinn für Ästhetik neuen Weihnachtsbaumschmuck gebastelt, ausgepustete Eier für den Osterstrauß mit Federn oder auch bunten Eierschalen beklebt, und Kastanien zu kleinen Männchen aufeinandergesteckt. Pflichtbewusst haben wir jede Station des gutbürgerlichen kreativen Bastelns in Deutschland durchlaufen: Freundschaftsbänder Knüpfen, Perlenweben, Fenstermalfarbe, Strohsterne, Kreuzstich und später auch Fröbelsterne falten, Häkeln und Embossing wurden mit gleichgroßem Enthusiasmus unserem Reportoire hinzugefügt. Und währenddessen hat unsere Mutter unzählige Kleider und Karnevalskostüme für uns genäht. Klar, dass ich das Nähen auch irgendwann mal ausprobieren musste.

Das erste Nähprojekt, an das ich mich erinnern kann, war ein ganz kleines Sternenkissen, dass ich meiner Tante vermutlich zu Weihnachten geschenkt habe. Wenn ich mich recht entsinne, ist es nur zu kleinen Teilen, wenn überhaupt, an der Nähmaschine entstanden. Übergesprungen ist der Nähobsessionsfunke damals aber nicht. Dafür, dass ich jetzt die Hälfte meiner Freizeit dem Nähen widme, habe ich erstaunlich wenig Erinnerung daran, als Kind oder auch schon als Jugendliche an der Nähmaschine meiner Mutter gesessen zu haben. Erst in einem der ersten Semester meines Bachelorstudiums setzte ich mir in den Kopf, mir eine Nähmaschine zu kaufen und meine eigene Garderobe zu nähen. Dieses ambitionierte Vorhaben konnte ich nicht ganz umsetzen, in Anbetracht der Tatsache, dass ich gerade mal das Garn einfädeln und einigermaßen geradeaus nähen konnte. Ein paar Kleidungsstücke sind aber doch dabei rumgekommen und einen leicht kratzigen Pullover krame ich auch noch jeden Winter aus dem Kleiderschrank. Alle paar Monate habe ich meine Maschine mal aus der staubigen Verpackung geholt – ich wusste, ich wollte nähen, aber irgendwie war das mit den Klamotten nicht der richtige Weg.

Wie das so ist, stand ein paar Jahre später Weihnachten vollkommen unerwartet vor der Tür und ich wollte ‘mal schnell’ ein paar Geschenke basteln. Kurz nach genähten Geschenkideen gegoogelt, kam mir ein kleines Deckchen in Sternenform unter, genäht aus zwei verschiedenen, sich abwechselnden Stoffen, dass es mir angetan hat. Kurze Zeit später hatte ich ganz aus Versehen mein erstes Patchworkprojekt fertiggestellt. Dass es Patchwork war, habe ich auch erst hinterher realisiert und über meine unwissentlichen Fehler möchte ich gar nicht nachdenken! Wenn ich mich recht entsinne, habe ich das Sternentop ohne Fließ und Rückseite ‘gequiltet’, weil ich die Nähte als reine Verziehrung wahrgenommen habe, dann rechts auf rechts Vorder- und Rückseite wie ein Kissen aneinandergenäht, umgestülpt und erst dann ein Vließ eingelegt. Ohje. Näher darf man es sich sicherlich nicht ansehen, aber es war recht hübsch und das Patchworken hat mich seit dem nicht mehr losgelassen. Froh, dass ich endlich das richtige kreative Outlet für mich gefunden hatte, schenkte mir mein Freund schnell eine neue Nähmaschine, die nicht ständig das Garn auffraß und zu exzessivem Frust-Fluchen führte, und da mein Geburtstag praktischerweise recht schnell auf Weihnachten folgt, hat die ganze Familie mich zügig mit den benötigten Utensilien versorgt, um ‘echte’ Patchworkwerke nähen zu können. Seit dem habe ich mein Quiltwissen stetig erweitert, hauptsächlich über englishsprachige Blogs und Youtube-Videos, neue Blöcke gelernt, erste Decken fertiggestellt und unzählige weitere Weihnachtsgeschenke an mehr oder weniger willige Abnehmer verteilt.

Dieser Blog wird also eine Mischung aus meiner Quilt-Faszination und meiner Liebe zu Büchern. Neben Patchwork-Tutorials und Schnittmustern werde ich mich auch hin und wieder mal über meine aktuellste Lektüre ergehen oder mit euch über meine Lieblinge philosophieren. Wer weiß, was in der Zukunft noch dazu kommt?

Ich danke dir, dass du den Weg zu mir gefunden hast und mich auf dieser Reise begleiten willst!

Und ja, inzwischen weiß ich, was es mit dem Quilten auf sich hat!

Eure Rebekka